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Eine Unterrichtsstunde bei

Dübiman Herrn Dübener


Er ist ein ungefähr 1.90 m großer „Koloß“, der nach eigener Aussage einen wohlgeformten Körper hat: „Würde ich meinen Revuekörper 100 Jahre zurück nach China begeben, dann wäre ich der schönste Mann.“

Herr Dübener ist sogar sportlich, doch seine berühmte Judorolle wollte er uns bis heute nicht zeigen: „ Denkst Du etwa, ich bin unsportlich oder was ?“. Seine Begründung diese Rolle nicht zu zeigen (trotz Revuekörper) war für alle einleuchtend: „Na jut, ich habe letztlich was zu Hause gemacht, da hab´ ich mir alle Knochen verrenkt.“[Was das wohl war ?] Er ist außerdem : „Ein Halbtagsmathematiker, der ein bißchen was rechnen kann“. Nach Herrn Dübeners eigenem Ermessen ist er sogar fleißig: „ Ich habe jearbeitet wie ´n´ Stier... sie war wirklich jut“ [Die Auslegung bleibt jedem selbst überlassen, wir wollen ja Herrn Dübener nischt unterstellen.]

Soviel zur Person und nun weiter im Stoff. Herr Dübener betrat immer die Klasse und wünschte uns einen „Juten Morjen“. Wenn er sich erschtmal häuslich einjerichtet hatte, schwitzten wir schon. Denn jetzt wollte der Mann auch noch ne Entschuldijung von den Schülern, wenn se sich erdreistet hatten, doch mal in seinem wertvollem Unterricht zu fehlen. Falls man in der unglücklichen Lage war, keine zu haben, dann hatte man ein Problem... .

Seine konschtante Unterrichtsweise unterbrach er ausnahmsweise durch reichhaltige Berichte aus der Welt der Promis. Besonders angetan war er von Pamela Andersons Busen, die nach Herrn Dübener „Soviel hat, daß man damit rumschmeißen kann“. Auch über Guildo Horn äußerte er sich: „ Das is doch ‘n Witz“ - „Vielleicht schafft er’s sogar, daß er’s packt“ - „Der Inhalt von ‘nem Schlager is sowieso ‘ne andre Sache“.

Doch bald befaßten wir uns mit weitaus ernsteren Dingen wie dem CASTOR- Transport. Auch hier hatte Herr Dübener seinen Senf dazuzugeben : „Soll’n wir’s etwa mitten offn Marktplatz stellen?“ Seine Vergleiche waren fast immer zutreffend: „Ja das ist dasselbe wie mit der Mühlabfuhr“ - „Der is jeloofen wie ´n schleudernder Knochen“. Interessanter waren die Zwiegespäche mit uns Schülern. Zu Thomas sagte er: „Nich das einer denkt, daß Du ans andre Ufer jehörst“. Als Björn sich einen verbalen Ausrutscher leistete (das kam ziemlich oft vor) fragte ihn Herr Dübener: „Sag´ ma, fehlt Dir irgendwas?“ Ja Madeleine und Herr Dübener - das ist eine Sache für sich. Seine Frauenfeindlichkeit bekam Madeleine am häufigsten zu spüren und als ihm in der Diskussion die Argumente ausgingen, kam so ein Spruch wie: „Weil deine Klappe so groß ist“. Dieser Mann hat es ja besonders mit den Frauen, denn selbst die Hugenotten machte er zu „Hugenutten“ - „Und wenn ich mich hier verspreche, dann lachen die auch noch“, klagte er sein Leid.

Er hatte auch besondere Lückenfüller, wenn er uns etwas diktierte: z.B. über Geschäftsunfähigkeit in folg. Fällen..

„Und das, was auf Euch zutrifft: dauernd Geisteskranke“.

„Die andre Seite der Kehrmedaille“ ist die Klausurrückjabe. Doch wehe, wenn der Falsche mal nach seiner Note fragte: Hr. Dübener zu Björn: „10 Punkte“
Björn:„Was , wieso so wenig ?“
Hr. Dübener: „Weil Du doof bist.“

Besonders amüsant und doch ergiebig waren seine „Ergüsse“, sobald ihm etwas gegen den Strich ging oder zutiefst widerstrebte: „Das is doch Schwachsinn in höchster Potenz!“ oder „Irgendwo is das doch vorn Schrubber..naja..balla balla...ne.. red’mer nich drüber“.

Rückblickend auf zwei schöne Jahre Wirtschaftsunterricht bei Herrn Dübener können wir mit Stolz behaupten, wirklich viel gelernt zu haben und durch seine lustige, lockere und aufgeschlossene Art kam es zu vielen lebhaften Diskussionsrunden, die uns große Freude bereitet haben und den Stoff für ein solches Porträt eines großartigen Lehrers lieferten.

Wir möchten hiermit Herrn Dübener unser Lob, unseren Dank und unsere Achtung aussprechen, denn soviel wie wir auch gelacht haben in seinen Stunden, soviel haben wir ihm auch unser umfangreiches Wirtschaftswissen zu verdanken.

Für die nachfolgenden Schülergenerationen wünschen wir uns, daß Herr Dübener so bleibt wie er uns in lebendiger Erinnerung ist.