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Frau Wollert

Alte Besen kehren manchmal doch besser

Brille und Geld fest im Griff, nur die Schüler nicht
Sie war zwei Jahre lang unsere Französischlehrerin, doch das kam uns immer spanisch vor. Eigentlich hat sie doch ein ganz nettes Wesen, gibt sich schülerfreundlich und aufgeschlossen.

Zugegeben - schülerfreundlich ist sie ja, weil sie jeden Donnerstag früh 10 Minuten zu spät kam. Das tat uns echt leid. Wir haben dann den Wettbewerb gestartet, wer später als Frau Wollert kam. Doch das Objekt der „Begierde“ hat immer gewonnen. In Frau Wollerts Unterricht schien wir Schüler allgemein an Alzheimer zu leiden - wir konnten uns partout (na wenn das nicht französisch klingt) nicht an die Kurzkontrollen erinnern, die wir doch erst ein halbes Jahr vorher geschrieben und bis dahin nicht wiedergesehen hatten.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier - so auch Frau Wollert - nach einer Aussprache Ende Klasse 11 gelobte sie feierlich Besserung, doch verfiel sie schon nach wenigen Stunden in ihren alten Trott.

Wir können nicht von uns behaupten, viel gelernt zu haben, sondern eher verlernt, ach doch: Comics und Karikaturen interpretieren auf Teufel komm raus.Ihre Kleidung erinnerte uns stark an die der Kelly Family (aber jeder hat seinen eigenen Geschmack).

Die Wörterbucharbeit in den Klausuren war sehr aufschlußreich, wenn man überhaupt mal zum Zuge kam, als der Nachbar fertig war, denn nur jeder zweite Schüler hatte ein Wörterbuch, doch daß ist ja nun wirklich nicht Frau Wollerts Schuld. Der alternative Unterrichtsstil dieser Dame mag ja manchem gefallen, aber uns sagte er nicht so sehr zu. Trotz allem danken wir ihr, daß sie uns 2 Jahre lang begleitet hat, und hoffen sie nimmt uns die Kritik nicht übel.